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Calcibon® Granules sind ein synthetisches, biodegradierbares, poröses Granulat, das als Knochenersatzmaterial dient. Das Granulat basiert auf dem bewährten Produkt Calcibon®.
Das Ausgangsmaterial zur Herstellung der Calcibon® Granules wird aus denselben Kalzium- und Phosphatsalzen synthetisiert wie das Calcibon®-Pulver. Durch eine spezielle Herstellungsmethode wird ein poröses Granulat gewonnen, das zur Auffüllung von metaphysären, spongiösen Knochendefekten bestimmt ist.
Merkmale
Das Material
Calcibon® Granules bestehen aus mikrokristallinem, karbonatisiertem, kalziumdefizientem Hydroxylapatit, das in seiner chemischen Zusammensetzung und kristallinen Struktur dem mineralischen Anteil des natürlichen Knochens entspricht.
Die Makroporen (150-550 µm) ermöglichen das Einwandern von Zellen in das Granulat, z.B. Ostoklasten und Osteoblasten. Die Makroporen sind voneinander durch dünne Wände getrennt, die wiederum aus einem mikroporösen Netzwerk bestehen. Diese Mikroporen (<10 µm) ermöglichen die Versorgung der am Remodelling-Prozess beteiligten Zellen mit Nährstoffen. Aufgrund der porösen Struktur des Granulats beträgt die Kompressionsfestigkeit 4-7 MPa.
Die Indikationen
Calcibon® Granules sind zur Auffüllung und Rekonstruktion von großen, nicht-infizierten, metaphysären, spongiösen Knochendefekten bestimmt. Diese Knochendefekte können durch ein Trauma, einen gutartigen Tumor oder einen chirurgischen Eingriff entstanden bzw. angeboren sein. Das Granulat kann direkt in den Defekt eingebracht oder mit anderen Materialien augmentiert werden:
Calcibon® Granules werden einmalig implantiert und verbleiben bis zur Biodegradation am Implantationsort.
In Abhängigkeit von der Indikation ist eine korrekte Reposition und adäquate Osteosynthese wie bei der Anwendung von autologem Knochentransplantat durchzuführen.
Bewährte Indikationen für Calcibon® Granules:
Literatur
(1) Driessens FCM, Boltong MG, Wenz R. Calcium phosphate bone cements: State of the art 2000. 12th Conference of the European Society of Biomechanics, Dublin, Ireland, 27-30th August 2000
(2) Linhart W, Briem D, Peters A, Lehmann W, Windolf J, Rueger JM. Resorbierbare Kalziumphosphatzemente. Trauma Berufskrankheit 2004; online: 29. Oktober
(3) Ooms EM, Wolke JGC, van de Heuvel MT, Jeschke B, Jansen JA. Histological evaluation of the bone response to calcium phosphate implanted in cortical bone. Biomaterials 2003; 24: 989-1000
(4) Schnettler R, Stahl JP, Alt V, Pavlidis T, Dingeldein E, Wenisch S. Calcium phosphate-based bone substitutes. Eur J Trauma 2004; 30: 219-229
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