One Surgeon. One Patient.
 

Informationen für medizinische Fachkräfte

SternaLock - rigide Fixierung des Brustbeins nach Sternotomie

Klinische Studien haben bewiesen, dass eine nicht stabile Osteosynthese des Brustbeins die Knochenheilung negativ beeinflußt und in der Folge die Wahrscheinlichkeit von Schmerzen durch Instabilität und/oder einer Infektion / Mediastinitis steigt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass eine rigide Fixierung das Zusammenwachsen des Knochens fördert und die Wundheilung verbessert.

SternaLock® ist ein äußerst stabiles winkelstabiles Plattensystem zur Stabilisierung und Fixierung von Sternumfrakturen oder beider Sternumhälften nach einer Sternotomie. Das System basiert auf den langjährigen positiven Erfahrungen einer rigiden Knochen-Fixation aus den Bereichen der Unfallchirurgie/Orthopädie und MKG-Chirurgie: die Fixierung erfolgt in allen Ebenen und  schließt somit unerwünschte Bewegungen der beiden Sternumhälften aus. Durch die erreichte Stabilität der Sternumrefixation reduziert sich die Komplikationsrate (Instabilität, Dehiszenz, Infektion, Mediastinitis) und die damit verbundene Mortalitätsrate.

Das SternaLock® System senkt somit die oft erheblichen Kosten in der Folgebehandlung der genannten Komplikationen (Entzündung Brustbein, längere Liegedauer, Antibiotika, Re-Fixierung, Lavage, weitere Folgeoperationen). 

Das SternaLock® System wird meist in Kombination mit Drahtcerclagen verwendet, es kann aber auch als alleiniges System zur Sternumrefixierung genutzt werden.

Die Indikation für die Anwendung des SternaLock®-Systems besteht daher für alle knöchernen Fixationen des Sternums bei Risiko-Patienten nach Primär- oder Sekundäreingriffen.

*Risiko-Patienten sind Patienten mit 3 oder mehr prä- oder intraoperativen Risikofaktoren:

  • COPD (chronisch obstruktive Lungenstörung)
  • Diabetes 
  • Über- oder starkes Untergewicht (BMI 18<>30)
  • Verwendung der Mammaria Interna beidseits
  • Off-Midline Sternotomy
  • Transverse Fraktur des Sternums
  • Thorakale Voroperationen

Die Nutzung des aus Titan gefertigten SternaLock®-Systems ist ebenso vorteilhaft für  Patienten mit Allergie gegen Implantatestahl (z.B. Nickel, Chrom), oder zu postoperativ diagnostischen Bildverfahren (MRT) vorgesehene Patienten.

 

Material

Wahlweise stehen standard Thorax-Titan-Platten (silber, Profil 2,6mm) mit selbstbohrenden Kortikalisschrauben oder Low Profile Titan-Platten (blau, Profil 1,6mm) mit selbstbohrenden Spongiosaschrauben zur Verfügung.

 

OP-Technik

Durch selbstschneidende Schrauben und eine Vielzahl von Plattensystemen ist die Operationstechnik zum einen sehr einfach und erfordert nicht wesentlich mehr Zeitaufwand als die bisherige Technik des Sternumverschlusses mit Draht. Zum anderen stehen individuelle Lösungen für die Patienten zur Verfügung.


Ergebnisse und Benefits

Die Anwendung des SternaLock® Systems zur rigiden Refixierung der Sternotomie

  • kann die Infektionsrate senken 
  • erhöht die Stabilität und erreicht eine frühere Knochenheilung  
  • erhöht den Patientenkomfort
  • reduziert das „Sternumklicken“


... und kann aufgrund der niedrigeren Komplikationsraten schlußfolgernd die Mortalität der Risiko- Patienten senken.

Weitere Informationen finden Sie unter http://biometmicrofixation.com.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen und veröffentlichte Literatur zu diesen Ergebnissen finden Sie hier: 

 

 Literatur:
1. Bryan AJ, Lamarra M, Angelini GD, West RR, Breckenridge IM. Median Sternotomy Wound Dehiscence: A Retrospective Case Control Study of Risk Factors and Outcome. J R Coll Surg Edinb 1992; 37(5):305-8
2. Casha AR, Yang L, Kay PH, Saleh M, Cooper GJ. A Biomechanical Study of Median Sternotomy Closure Techniques. Eur J Cardiothorac Surg 1999; 15(3):365-9
3. Chase CW, Franklin JD Guest DP Barker DE. Internal Fixation of the Sternum in Median Sternotomy Dehiscence. Plast Reconstr Surg 1999; 103(6):1667-73
4. Gottlieb LJ, Pielet RW, Karp RB, Krieger LM, Smith DJ, Deeb GM. Rigid Internal Fixation of the Sternum in Postoperative Mediastinitis. Arch Surg 1994; 129:489-93
5. McGregor WE, Trumble DR, Magovern JA. Mechanical Analysis of Midline Sternotomy Wound Closure. J Thorac Cardiovasc Surg 1999; 117(6):1144-50
6. Ozaki W, Buchman SR, Iannettoni MD, Frankenburg EP. Biomechanical Study of Sternal Closure Using Rigid Fixation Techniques in Human Cadavers. Ann Thorac Surg 1998; 65(6):1660-5
7. Sargent LA, Seyfer AE, Hollinger J, Hinson RM, Graeber GM. The Healing Sternum: A Comparison of Osseous Healing with Wire Versus Rigid Fixation. Ann Thorac Surg 1991; 52(3):490-4
8. Song DH, Agarwal,JP, Jeevanandam V. Rigid Sternal Fixation in the Cardiac Transplant Population. J Thorac Cardiovasc Surg 2003; 126(3):896-7
9. Song, DH, Lohman RF, Renucci JD, Jeevanandam V, Raman J. Primary Sternal Plating in High-Risk Patients Prevents Mediastinitis Eur J Cardiothoracic Surg 2004: 26: 367-372
10. Song, DH, Renucci JD, Lohman, RF, Jayakar D, Gottlieb L, Jeevanandam V. Presentation: Prophylactic Rigid Plate Fixation for High Risk Sternotomies The Chicago Society of Plastic Surgeons Meeting - Chicago, IL 2001
11. Dickie, SR, BA, Dorafshar, AH, Song, DH. Definitive Closure of the Infected Median Sternotomy Wound, A Treatment Algorithm Utilizing Vacuum-Assisted Closure Followed by Rigid Plate Fixation. Annals of Plastic Surgery 2006; 56(6):680-5
12. Wu, LC, Renucci, JD, Song, DH. Sternal Nonunion: A Review of Current Treatments and a New Method of Rigid Fixation. Annals of Plastic Surgery 2005; 54(1):55-8
13. Potapov, EV, Loebe, M, Anker, S, Stein, J, Bondy, S, Bnasseri, BA, Sodian, R, Hausmann, H, Hetzer, R Impact of body mass index on outcome in patients after coronary artery bypass grafting with and without valve surgery. European Heart Journal 2003; 24: 1933-41